Projekte
Kanubau im BBZ - Neustadt
Projektbeschreibung:
Ausgangssituation für die Projektidee war die Wahlarbeitsgemeinschaft (WAG) im BVJ-Holz. Es ging darum, Angebote zu finden, die zum einen den Interessen der Schüler entgegen kommen und die gleichzeitig geeignet sind, Grundkompetenzen zu vermitteln und somit Teamfähigkeit, Ausdauer-, Leistungs- und Präsentationsfähigkeit zu Stärken. So entstand die Idee etwas zu produzieren, worauf die Schülerinnen und Schüler stolz sein können, die noch eingeschränkten handwerkliche Fähigkeiten mussten dabei berücksichtigt werden und es sollte einen hohen Gebrauchswert haben.
Ein Kanu, mit dem anschließend die Schülerinnen und Schüler gemeinsam stolz auf der Leine fahren können war die Idee, aber wie sollte man so etwas realisieren? Eine aus den USA stammende Bautechnik war die Lösung. Die benötigten Werkzeuge, Maschinen und Produktionsräume waren in der Schule ohnehin vorhanden. Eine Lehrkraft informierte sich, schaffte Baupläne heran, besorgte das Material und schon konnte es losgehen.
Die Produktion des Kanus war mit Anleitung in fast allen Arbeitsschritten von den noch ungeübten Schülern, die alle über etwas handwerkliches Geschick verfügten, zu bewältigen. Trotz der langwierigen Arbeit blieben die meisten Schülerinnen und Schüler bis zum Ende bei der Sache, denn das Endprodukt stellte einen relativ hohen Gebrauchs- und Materialwert dar, wodurch der Stolz und das Selbstwertgefühl besonders angesprochen wurde. Nach bereits einem Schuljahr fand der erste Stapellauf eines im BBZ - Neustadt, von BVJ-Schülern hergestellten Bootes, im feierlichen Rahmen statt.
Nachdem das erste Kanu fertig war, gab es weitere Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler, die sich für die Herstellung dieses attraktiven Freizeitsportgerätes interessierten. Und der Erfolg des ersten Eigenbaus war letztlich ausschlaggebend für die Idee, den Bootsbau nicht nur in AG-Form zu betreiben. Das Ziel war die Errichtung einer Schülerfirma.
Zur Zeit sind Kolleginnen und Kollegen der BBS-Neustadt in der konkreten Planung einer Schülerfirma, in der neben Dienstleistungsangeboten und weiteren Produkten auch der Kanubau eine feste Größe bilden soll.