Barsinghausen

CCC will für 150 000 Euro am Freibad bauen

Neues Bootshaus und Wettkampfbecken sollen in Großgoltern entstehen / Verein hofft auf Zuschüsse

Barsinghausen (nn). Neue Trainings- und Wettkampfstätten will sich der Calenberger Canoe Club (CCC) neben dem Freibadgelände in Großgoltern schaffen. Dazu muss der Verein allerdings tief in die Tasche greifen: Bei rund 150 000 Euro liegen die geschätzten Investitionskosten.

Direkt am Freibad Goltern sollen ein neues Bootshaus für rund 40 Wettkampfboote sowie ein Trainings- und Wettkampfbecken für die Kanusportler entstehen. "Für das Bootshaus haben wir uns die Pferdewiese südlich des Badgeländes ausgeguckt. Allerdings müssen wir uns noch mit dem privaten Grundstückseigentümer verständigen", machte CCC-Vorsitzender Heribert Giegerich im Gespräch mit der Deister-Leine-Zeitung deutlich.

Wegen der Schließung des Barsinghäuser Freibades an der Wilhelm-Heß-Straße muss der Verein seine Zelte in der Kernstadt abbrechen und auch das 1995 mit eigenen Mitteln dort errichtete Bootshaus aufgeben. Als Entschädigung von der Stadt erhofft sich CCC einen Zuschuss von rund 22 000 Euro für das neue Bootshaus in Großgoltern, das voraussichtlich rund 50 000 Euro kostet.

"Ohne Zuschuss könnten wir dieses Bauvorhaben nicht realisieren. Immerhin verlassen wir unseren alten Standort nicht aus freien Stücken", unterstrich Giegerich.

Zwar darf der Canoe Club seine Boote jetzt im Freibad Goltern zu Wasser lassen, doch fehlen dem Becken die Wettkampfmaße. Darum plant CCC nun auch den Neubau eines Wettkampfbeckens, um den Kanusport weiter in allen Alters- und Leistungsklassen ausüben zu können.

Bauen will der Verein das 50 mal 25 Meter große Becken (Kanupolo-Spielfeld plus Wechselzone) auf einem städtischen Gelände zwischen Freibad und Aue - mitten im Landschaftsschutz- und Überschwemmungsgebiet. Baurechtliche Bedenken seien laut Giegerich nicht zu befürchten, "wenn wir uns an Auflagen halten und das Becken naturnah und ohne Beton oder Asphalt bauen. Zudem sehen wir umfangreiche Bepflanzungen vor", erklärte Heribert Giegerich. Eine Bauvoranfrage sei positiv beschieden, und auch die Region Hannover stimme unter diesen Bedingungen zu.

Wenn die Finanzierung steht, will CCC einen Bauantrag stellen. Allein 100 000 Euro der geschätzten Gesamtsumme von 150 000 Euro entfallen auf das neue Becken.

Neben Finanzmitteln des Vereins und Eigenleistungen der Mitglieder setzt der Canoe Club auf weitere Zuschüsse durch den Landessportbund (LSB). "Wir hoffen auf 20 Prozent der gesamten Bausumme, das wären 30 000 Euro", unterstrich Heribert Giegerich.

Ziel des Vereins sei es, mit dem Bau der neuen Trainings- und Wettkampfstätten möglichst bald zu beginnen.

© Deister-Leine-Zeitung, 12.02.2005